Besuch bei Ute Bock
Erfahrungen und Eindrücke von SchülerInnen zum Projekt Soziales Engagement und Glück: „Schenken macht glücklich“

Die verrückte Welt der Ute Bock: Der Lehrausgang der Wahlpflichfachgruppe 'Glück' in den oben angeführten Film, war einmal etwas ganz anderes. Er war nicht sehr actionreich wie man es aus den Hollywoodfilmen kennt, und trotzdem war dieser Film etwas Besonderes.
Die Darsteller? Leute aus dem Leben, Menschen, die nicht auf einer Glückswolke schweben. Ute Bock hilft diesen Menschen, deren Schicksal für uns oft gar nicht wirklich erscheint.
In der Woche nach dem Kinobesuch gingen wir zu Ute Bock persönlich. Ich dachte zuerst nicht, dass wir wirklich an diesen Ort vom Film gehen. Wir erkannten ihr Büro, den Warteraum und das Haus wieder. Das alles zu sehen, machte alles so real, obwohl wir natürlich genau wussten, dass es die Realität ist. ...
Wer gut zu anderen ist, dem geht es selbst besser.“

„Als wir im Kino den Ute Bock Film angeschaut haben, war ich ziemlich entsetzt! Ich kann es nicht richtig beschreiben. Ich dachte einfach nur: 'O Gott'! Ich fand es besonders arg, wie die Fremdenpolizei mit den Menschen umgegangen ist. …
Wir haben dann noch Geschenke gemacht. Das war so schön! Ein richtig gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man jemanden glücklich machen kann. Ich war selber dort und habe die Geschenke abgegeben, das war wirklich schön. Frau Bock hat sich richtig gefreut.“

„Ich fand den Film über Ute Bock sehr informativ und interessant. Er hat einen großen Einblick in das Leben der Asylwerber gegeben. ...
„Als ich meiner Mutter von der Idee erzählt habe, Weihnachtsgeschenke für die ärmeren Kinder zu machen, war sie begeistert und hat sich sofort bereit erklärt, mir zu helfen, die Geschenke vorzubereiten.
Auch meine Geschwister haben sofort Spielsachen und Kleidung zur Verfügung gestellt. Wir alle zusammen haben die Geschenke dann auch aussortiert und eingepackt. Das hat uns allen viel Spaß gemacht, da uns klar war, dass wir anderen Kindern damit eine Freude machen können.
Als ich, Judith und Trixi Frau Bock die Geschenke gebracht haben, hat sie sich sehr darüber gefreut und uns gesagt, dass sich die Kinder sehr darüber freuen werden.
Das zu hören, hat uns sehr froh gemacht, denn anderen eine Freude machen, erfüllt auch den Geber mit Freude.“
„Das Gespräch mit Frau Ute Bock war sehr wichtig für mich, weil ich somit einen realen Einblick in den Verein Ute Bock bekommen habe. Für mich ist soziales Engagement unweigerlich mit Glück verbunden. Das Gefühl einem Mitmenschen geholfen zu haben, löst in einem persönlich auch ein tolles Glücksgefühl aus.“
„Es war schon ein besonderer Moment, als wir Frau Ute Bock getroffen und mit ihr gesprochen haben. Sie macht einen sehr selbstbewussten Eindruck, ist jemand der sich von niemandem etwas verbieten lässt. Was man ihr ebenfalls ansieht, ist, dass sie richtig in ihrer Arbeit aufgeht, auch wenn es ihr nicht immer möglich ist, allen zu helfen, die ihre Hilfe benötigen.“
„Wir waren im Büro von der Frau Ute Bock. In den Gesichtern der Asylwerber konnte ich einen ängstlichen Blick erkennen. Es war so, als würden sie hoffen, dass alles gut gehe.
Das Büro von Frau Bock war gleich neben der Küche und es sah 'schrecklich' aus. Vieles lag auf dem Boden, aber alles was man brauchte, war vorhanden. Ihr Büro war voller Dokumente, Unterlagen und sonstiger Dinge.
Es war für mich eine Ehre, einen 'Filmstar' zu treffen. Sie ist ja nicht nur eine gewöhnliche Frau. Nein, sie will etwas verändern. Sie ist das Gegenteil von HC Strache.
Es war erstaunlich: sie war genauso wie im Film, ihre Art, ihre Persönlichkeit und ihr Auftreten. Sie ist von sich überzeugt und nicht zu beeinflussen. Sie sagt, was sie denkt. Frau Bock hat auch einen Sinn für Humor.
Sie hat uns vermittelt, dass wir mit dem was wir gesehen und gehört haben, auch die Welt verändern können.“
„Ich glaube zu teilen oder zu geben macht jeden ein bisschen glücklicher. Das Gefühl, einem geholfen oder die Arbeit leichter zu machen, wirkt sich auf unser Wohlbefinden positiv aus.“
„Nachdem wir auf Besuch bei Frau Ute Bock waren, ist mir der Film wie eine Vorbereitung darauf vorgekommen. Der Film war eine Kombination aus einer Dokumentation und einer fiktiven Erzählung und es war ein eigenartiges Gefühl, beim Besuch, diese Vorstellungen bestätigt zu bekommen.
Mich hat imponiert, wie ehrlich und realitätsnah der Film gemacht wurde, gleichzeitig hat mir das noch deutlicher klargemacht, wie Asylanten in Österreich behandelt werden.“
„Ich finde, Frau Bock hat eine sehr starke Persönlichkeit. Sie hat sich, wenn auch nicht ganz freiwillig, wie sie erzählt hat, bereit erklärt, sich mit ängstlichen und leidenden Menschen zu umgeben, fast 24 Stunden lang für wenig Geld zu arbeiten und mehr Menschen zu helfen, als sie es sich leisten kann. Von den Geschichten, die sie uns erzählt hat, merkt man, wie hart ihre Arbeit ist, und wie sie persönlich davon betroffen ist – sie wird beschimpft und beleidigt, dabei hilft sie einfach bedürftigen Menschen zu überleben, ohne dabei den anderen etwas weg zu nehmen.“
(Maria Angleitner, 2011)
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