Philosophisches Gespräch mit
Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann
am Philosophischen Institut (30.5.2011)
Was ist Glück für Sie?
Mit dieser Frage konfrontierten die SchülerInnen des Wahlpflichtfaches Glück Herrn Prof. Liessmann. Glück ist etwas, dass man eigentlich erst sehen und erkennen kann, wenn es vorbei ist, meinte er.

Natürlich gibt es die intensiven Glücksmomente und das bewusste Erleben von Freude und Schönheit, aber beim Thema Glück bezieht Liessmann sich mehr auf Aristoteles. Es gibt Werte, die wir um ihrer selbst willen anstreben, und dazu gehört das Glück. Dennoch ist es nicht möglich, einfach nur das Glück zu suchen, denn Glück stellt sich von selber ein, wenn wir etwas tun, das uns Freude macht, wenn wir Menschen begegnen, die wir mögen und die uns schätzen.
Liessmann erklärte den SchülerInnen, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir immer etwas tun, um etwas zu erreichen. Nach der Matura ist man nicht glücklich, man studiert, um dann eine Arbeit zu bekommen. Man arbeitet um Geld zu verdienen und sich etwas leisten zu können. Nur das Glück ist ein Wert, der um seiner selbst Willen angestrebt wird.

Ein weiterer Aspekt der glücklich macht, ist, dass wir etwas zu Ende bringen möchten, dass wir auch ein Ziel haben. Liessmann berichtete von seiner Erfahrung mit Studenten, die nie ihr Studium abschließen, das macht unglücklich.
Beim Glück geht es um Qualität und nicht um Quantität. Immer mehr haben oder machen wollen, ist ein sicherer Weg ins Unglück. Fünf Handys machen nicht glücklicher als eins,...
Glück kann auch heißen, mit weniger auszukommen.
Die SchülerInnen haben sich mutig auf eine Diskussion mit Prof. Liessmann eingelassen und er meinte zum Abschluss: „Das ist aber eine nette Gruppe“!
(Maria Angleitner, 2011)
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