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Mai 1988 - Wissenschaft

Sonnenflecken


Die Wissenschafter des Sonnenobservatoriums Kanzelhöhe haben Ende Mai einen drastischen Anstieg der Sonnenaktivität verzeichnet - und das Auftauchen einer ungewöhnlich großen Gruppe von Sonnenflecken. Sonnenflecken sind durch magnetische Störungen verursachte kühlere Stellen auf der Sonnenoberfläche, die sich durch den Filter betrachtet als schwarze Punkte zeigen. In ihrem Zentrum haben sie etwa 4000°C, eine Temperatur, bei der Materie weißglühend ist.

Solche Sonnenflecken sind meist von Flares begleitet, verhältnismäßig kleine Eruptionen von der Kraft mehrerer tausend Atombomben.

Die Sonnenaktivität folgt einem elf-Jahres-Zyklus, an dessen Tiefpunkt wochenlang keine Sonnenflecken zu beobachten sind. Bei besonders starkem Auftreten können sie sogar Einfluss auf die Erdtemperatur nehmen. Vermutlich wurde die letzte kleine Eiszeit durch eine sehr große Gruppe von Sonnenflecken verursacht.


Von Nina Oberleitner, Benjamin Merhaut, Benedikt Kasses


 


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