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Mai 1988 - Sport


Sensationelle Form der Salzburgerin in Rom!

Rom wird für Wiesner zur "goldenen Stadt"


Das Tennisstadion von Rom, genannt „Foro Italico“, ist und bleibt ein guter Boden für Judith Wiesner.

Im Vorjahr schaffte sie dort mit dem Einzug ins Viertelfinale erstmals den Sprung unter die "Top 100" der Weltrangliste, heuer steht sie sogar im Semifinale!

 

Gestern schlug sie die Italienerin Sandra Ceccini 6:3, 6:3, heute trifft sie auf die Argentinierin Gabriela Sabatini.

ROM. Sie rannte, dass sich die Haut von den Fußsohlen löste. Sie verbiss sich den Schmerz, um schließlich Freudentränen zu weinen.

24 Stunden nach ihrem Sieg über Claudia Khode-Kilsch präsentierte sich Judith Wiesner auch im Match gegen Ceccini, Nummer 15 der Weltrangliste, als Nummer sechs gesetzt, in absoluter Superform. Sie gewann den ersten Satz in 48 Minuten, machte kaum Eigenfehler, verwertete gleich den ersten Matchball. Die einzig kritische Phase: Im zweiten Satz führte sie 2:0, hatte drei Bälle auf 3:0, dann aber machte Ceccini drei Games in Serie, die Salzburgerin schlug jedoch prompt zurück und gewann (bei 30 Grad im Schatten) neuerlich 6:3.

Endstation aber für Thomas Muster beim 670.000-Dollar Tunier von Forest Hills. Der Steirer verlor in der 3. Runde gegen die Nummer eins, Stefan Edberg, 4:6, 3:6. "Die Bälle waren durch ständigen Nieselregen zu schwer, ich konnte mein Grundlinienspiel nicht durchhalten", klagte Thomas Muster.

* Samstag/Sonntag/Montag, 21./22./23. Mai

Zwei Österreicherinnen kommen ins Semifinale. Wiesner besiegt die Argentinierin Bettina Fulco in Strassburg und Barbara Paulus besiegte Iva Buderova in Genf.

Als nächstes tritt Wiesner gegen Chris Evert in Paris an.

Von Karoline Stacher


 


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