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Mai: Kanzler steht nicht unter dem Glassturz
Fischer
oder Kukacka, wer wird sich bei dem neuen Wahlrecht
durchsetzen?
SP-
Klubobmann Heinz Fischer irre sich, wenn er glaube,
dass der Bundeskanzler unter einem Glassturz stehe.
Damit reagierte VP-Generalsekretär Helmut
Kukacka auf Angriffe des SP- Klubchefs, der kritisiert
hatte, dass Kukacka zwar kaum an Verhandlungen
teilnehme, aber laufend Zensuren den Bundeskanzler
betreffend austeile. Wenn dahinter eine Strategie
stecken sollte, "werden wir das nicht reaktionslos
hinnehmen", sagte Fischer.
Speziell
Kukackas neues Wahlrechtsmodell mit 25 Wahlkreisen
hatte es Fischer angetan. Das sei mit der Opposition,
aber auch mit dem Koalitionspartner nicht abgesprochen.
Im Arbeitsübereinkommen seien achtzig bis
hundert Wahlkreise angepeilt worden, aber nun
ein Modell mit 25 Wahlkreisen zu propagieren,
sei keine Lösung, zumal man darüber
noch nicht geredet habe, kritisierte Fischer.
Kukacka
meinte dazu, Fischer gehe in seiner Kritik nicht
auf die Inhalte ein, sondern weiche auf Stilfragen
aus. Und weil nach Fischers Gefühl die VP
zu eilig in Richtung EG unterwegs ist, lud Kukacka
seinen Kritiker ein, „auf den Zug in Richtung
EG aufzuspringen und nichts als Bremser, Kräfte
zu vergeuden.“
Von Gisela Jank,
Marc Sturmlechner

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