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GÄNSEBLÜMCHEN
UND WEIHNACHTSGANS
18
Tote und eine Hochzeit
Wien.
21. September 1987. Schrebergartensiedlung.
Der
elfmal vorbestrafte Ex-Häftling Walter S.
tötete Theodor J.
Ebenfalls
Ex-Häftling, aber nur viermal vorbestraft.
Mit
den Worten "Auf dich hob i scho lang an Pick,
du Mörder", rammte Herr S. Herrn J.
ein Küchenmesser in den Bauch.
Neben
Herrn J. hatte es sich zuvor Frau Z. gemütlich
gemacht.
Heute
heißt sie Frau S. Sie hat geheiratet. Herrn
S..
Da
sie jetzt die Frau von Herrn S. ist, erspart sie
sich eine Zeugenaussage. Sie gilt als befangen.
Herr
S. hatte Herrn J. grundlos getötet. Dafür
darf er jetzt zwölf Jahre im Gefängnis
sitzen.
Nach
seiner Tat zeigte Herr S. die Tatwaffe seinen
Bekannten mit den Worten "Da schauts her,
i hab eam hamdraht."
Diese
wussten nichts weiter zu erwidern als "Du
bist ja deppert." und "Kum Walter, rauch
ma noch a Zigarettn, bevor die Polizei do is."
Anderes
Land (Amerika), anderer Herr S. Herr Ronald Gene
S.
Er
tötete nicht einen, sondern 16 Menschen.
Darunter 14 Familienmitglieder, eine Sekretärin
und einen Mann. Den Mann hatte er zufällig
erwischt. Und das in der Weihnachtszeit.
Bis
jetzt wurde Herr S. wegen dem Mord an der Sekretärin
und an dem Mann zum Tode verurteilt. Und zu 147
Jahren Gefängnis.
Er
bat das Gericht aber, sofort die Todesstrafe zu
vollziehen. Um seinem Schmerz ein Ende zu bereiten,
versteht sich.
Von Hanna Mayrhofer, Michaela Farkalits
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