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MP3 - Dateiformat

Das Format für MP3-Musikdaten wurde so ausgelegt, dass es speziell für Streaming und Broadcasting in Netzwerken und im Internet geeignet ist. Die Audio-Information wird deshalb nicht 'in einem Stück' gespeichert, sondern in viele kleine Datenblöcke ('Frames') unterteilt. Jeder Frame bildet dabei eine abgeschlossenen Einheit, sodass man auch mitten in eine solche Übertragung einsteigen und die Daten korrekt interpretieren kann. Eine MP3-Datei kann demnach aus tausenden kleiner Frames bestehen, die alle nach dem selben Muster gebildet sind.

Ganz besonders wichtig ist die Erkennung des Beginnes eines Frames. Dies geschieht durch ein sogenanntes 'SYNC'-Signal, das durch 11 aufeinanderfolgende Bits mit dem Wert 1 gebildet wird. Sobald diese Folge auftaucht, beginnt der Decoder mit der Interpretation der Daten.

Jeder Frame besitzt einen Header (Vorspann) der Länge 32 Bit (4 Byte), an den sich die tatsächliche Audioinformation schließt. Dann folgt der nächste Header mit seinen Daten usf.

Byte Bitanzahl Bedeutung  
1
8
Frame Sync %11111111
2
3
%111
2
MPEG audio Version MGEG-1, MPEG-2, MPEG-2.5
2
MPEG layer Layer I,II,III
1
Protection 0 -> Checksum folgt
3
4
Bitrate Index (siehe Originalspezifikation)
2
Sampling Rate Index (siehe Originalspezifikation)
1
Padding bit 1 -> extra Nullbyte im Frame
1
Private bit Zweck unbekannt, unbenutzt
4
2
Channel mode Stereo, Mono, Joint,..
2
Mode extension unbenutzt
1
Copyright 1 = kopieren verboten
1
Original home 1/0 = das ist die Originalversion
/ das ist eine Kopie
2
Emphasis (Entzerrung nötig) veraltet, unbenutzt
2
16
Checksum (optional)
???
???
AUDIO-DATEN  

Die genaue Festlegung dieses Formates ist beim zuständigen Konsortium www.mp3-tech.org zu finden.

Konkurrenz

Das MP3-Dateiformat ist ein 'offener' Standard, das heißt öffentlich definiert und von jedermann uneingeschränkt verwendbar. Allerdings ist dabei keine Aussage über die rechtliche Situation der Codecs und des Audiomaterials gemacht. In MP3 ist dies auch nicht möglich, ohne den Framestandard zu ändern.

Alternativen, die nicht offen sind und auf rechtliche Einschränkungen des Benutzers reagieren können (DRM) sind etwa das RealAudio-Format oder Microsofts WMA-Format.

 


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